Meier-Miserre Bildband

Aus dem Schutzraum der Heimlichkeit

Meier war nicht nur Zeitzeuge des Kalten Krieges, sondern auch beteiligter Akteur im Hintergrund. Als Spätheimkehrer Ende der vierziger Jahre, zuvor entkam er dem Kessel von Stalingrad, war er Überzeugungstäter für den Frieden und spähte als HVA-Agent in Brüssel für den damaligen Staat DDR die NATO aus. Seine Nähe zum legendären Agenten Topas ist bis heute umstritten.

1972 in Ostende – Belgien

In Brüssel lernte er recht bald seinen Lehrmeister Olivier Strebelle kennen und entwickelte unter seiner Fuchtel eine Formsprache, die ihn bis zu seinem Tod 2016 begleiten sollte. Sein Werk hielt er zu Lebzeiten vor der Öffentlichkeit geheim, schuf er doch viele Werke unter seinem Decknamen Erwin Miserre. Dem Ausstellungsmache Günther Rothe gelingt mit der Erstaustellung Meier/Missere ein Coup nicht nur aus kuratorischer Sicht.


Während der Gesamtherstellung des Begleitkatalogs wollte jede einzelne Plastik dekonstruiert werden, denn nur so offenbarte sie sich einer Deutung und ließ sich dann fotografieren und in den literarischen Kontext Einordnen.


Nachdem nun auch der Spiegel über Meier berichtete, nimmt das Projekt weiter an fahrt auf: Strebel über Meier (Video)

 

Meier/Miserre
Aus dem Schutzraum der Heimlichkeit

21,8 x 27 cm
144 Seiten
109 Farb­- und 5 S/W-Abbildungen
Hardcover
ISBN 978-3-7319-0417-5

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