Meier/​Miserre Austellungskatalog

Meier war nicht nur Zeitzeuge des Kalten Krieges, sondern auch betei­ligter Akteur im Hinter­grund. Als Spätheim­kehrer Ende der vierziger Jahre, zuvor entkam er dem Kessel von Stalingrad, war er Überzeu­gungs­täter für den Frieden und spähte als HVA-​Agent in Brüssel für den damaligen Staat DDR die NATO aus. Seine Nähe zum legen­dären Agenten Topas ist bis heute umstritten.

In Brüssel lernte er recht bald seinen Lehrmeister Olivier Strebelle kennen und entwi­ckelte unter seiner Fuchtel eine Formsprache, die ihn bis zu seinem Tod 2016 begleiten sollte. Sein Werk hielt er zu Lebzeiten vor der Öffent­lichkeit geheim, schuf er doch viele Werke unter seinem Decknamen Erwin Miserre. Dem Ausstel­lungs­macher Günther Rothe gelingt mit der Erstaus­stellung Meier/​Missere ein Coup, nicht nur aus kurato­ri­scher Sicht.

Während der Gesamt­her­stellung des Begleit­ka­talogs wollte jede einzelne Plastik dekon­struiert werden, denn nur so offen­barte sie sich einer Deutung und ließ sich dann fotogra­fieren und in den litera­ri­schen Kontext Einordnen.

Katalog: Meier/​Miserre
Aus dem Schutzraum der Heimlichkeit

21,8 x 27 cm
144 Seiten
109 Farb­- und fünf S/​W‑Abbildungen
Hardcover
ISBN 978 – 3‑7319 – 0417‑5

Auftrag­geber: Galerie Consult Rothe
Projekt: Ausstel­lungs­ka­talog
Leistungen: Titel, Konzept, Satz, Fotografie, Herstellung
ISBN: 978 – 3‑7319 – 0417‑5

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